MonApoli
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Neues auf dieser Seite

der Monitor Arbeitsmarktpolitk WAR die Website, das Informationsportal, das ExpertInnennetzwerk zur Reform des Arbeitsmarkts.
Mit Ende der Laufzeit des Projekts und nach Vorlage des Endberichts im Januar 2010 stellen wir die Information, Begleitung und Berichterstattung zur arbeitsmarktpoltischen Gesetzgebnung und der Evaluation der Arbeitsmarktpolitik nunmehr an dieser Stelle ein. Als vorerst letzten Beitrag auf dieser Website werden wir den Endbericht des Projekts Anfang Februar 2010 einstellen.
Das Projektteam  - Alexandra Wagner, Peter Bartelheimer  und Volker Baethge-Kinsky - bedankt sich bei allen, die durch aktive Teilnahme an Projektveranstaltungen, intensive Nutzung dieses Portals oder durch Zusendung von Informationen und Kritik zum Gelingen dieses Transferprojekts beigetragen haben.

 

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Durch insgesamt weitgehend kostenneutrale Veränderungen bei den vorgelagerten Transfers - insbesondere Wohnge... mehr...

Am 12. März 2009 veranstaltete die Arbeitnehmerkammer Bremen unter dem Titel "Vier Jahre Hartz IV: Praxis und... mehr...

Zur Umsetzung des "Gender Mainstreaming" in der wissenschaftlichen Evaluation der Hartz-Gesetze I bis III

Die Evaluierung der Hartz-Gesetze I bis III stellt nach Einschätzung des BMAS einen qualitativen Sprung in der deutschen Arbeitsmarktforschung hinsichtlich der Beachtung des Gender Mainstreaming-Prinzips dar. MonApoli hat diese Einschätzung anhand der Ausführungen in den einzelnen Evaluationsberichten überprüft.

In seinem zusammenfassenden Abschlussbericht zur Evaluation von Hartz I bis III stellt das BMAS fest, dass mit der Evaluation ein qualitativer Sprung bei der Beachtung des Gender Mainstreaming-Prinzips in der deutschen Arbeitsmarktforschung gemacht worden sei. MonApoli hat in einem Artikel im Sammelband "Hartz IV - Zwischenbilanz und Perspektiven" (Hrsg. von Renate Niekant und Clarissa Rudolph) diese Aussage einer Prüfung unterzogen.

Tatsächlich besteht ein wichtiger Fortschritt darin, dass in allen Evaluationsberichten zur Analyse der Wirkungen der Instrumente durchgängig geschlechtsdifferenzierte Daten genutzt und generiert worden sind. Die geschlechtsdifferenzierte Darstellung ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Prinzips des Gender Mainstreamings in der Forschung. Damit ist allerdings nur ein erster Schritt getan. Vor diesem Hintergrund hätten Fragen beantwortet werden müssen wie die nach den Ursachen für die geschlechts-spezifischen Unterschiede beim Zugang zu den arbeitsmarkt-politischen Dienstleistungen des SGB III und den damit verbundenen Wirkungen für die Arbeitsmarktpartizipation und -integration von Männern und Frauen. Ebenso gehört zum Gender Mainstreaming die Frage nach den geschlechter- und gleichstellungspolitischen Strategien und Konzepten der umsetzenden Akteure und vor allem die Analyse, in welcher Weise sie am Ausgleich bestehender Nachteile und an der Überwindung des geschlechtsspezifischen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes arbeiten. Letztlich hätte eine Aussage darüber getroffen werden müssen, welche Rolle die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vermittlungsprozess und bei der Konzipierung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen spielt.

Die Evaluationsberichte enthalten zu den genannten Fragen jedoch wenig Analytisches. Lediglich der Bericht von RWI und ISG zum Modul 1f liefert eine an Gender-Mainstreaming-Prinzipien ausge-richtete Analyse, in der nicht nur zwischen Frauen und Männern unterschieden, sondern soziale Geschlechterrollen berücksichtigt werden. Ausgehend von einer komplexen Fragestellung und mehr-dimensionalen Bewertungskriterien kommen die Evaluator/inn/en zu einer differenzierten, aber insgesamt kritischen Einschätzung, die so keinen Eingang in den Gesamtbericht des BMAS gefunden hat. Wäre - wie in den meisten anderen Evaluationsberichten - das Instru-ment der Minijobs lediglich an der Integration in ungeförderte Be-schäftigung gemessen worden, wäre man zu vollkommen anderen Schlussfolgerungen gekommen.
Angesichts der benannten Defizite wäre es wichtig, die Umsetzung des Gender Mainstreamings bei der Evaluation arbeitsmarkt-politischer Reformen verstärkt fachöffentlich zu diskutieren, aussagefähige Indikatoren und Bewertungskriterien zu entwickeln.